CIM-Prozess
Beim CIM-Verfahren handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Spritzgusstechniken zum Einsatz kommen, um komplexe Keramikteile herzustellen. Dabei wird Keramikpulver mit einem Bindemittel vermischt, die Mischung in eine Form gespritzt, das Bindemittel entfernt (Entbinderung) und das entstandene Teil anschließend gesintert, um seine endgültige Form zu erhalten.
Hier ist eine detailliertere Aufschlüsselung des CIM-Prozesses:
CIM-Prozess-Rohstoffaufbereitung
- Feine Keramikpulver (wie Aluminiumoxid, Zirkonoxid oder andere) werden mit einem Polymerbindemittel gemischt, um einen „Ausgangsstoff“ zu erzeugen.
- Diese Mischung wird dann zur einfacheren Handhabung und Injektion granuliert oder pelletiert.
CIM-Verfahren Spritzgießen
- Das Ausgangsmaterial wird erhitzt und unter hohem Druck in eine speziell angefertigte Formhöhle eingespritzt.
- Bei diesem Verfahren entsteht ein „Grünteil“ (ein Teil aus pulverförmigem Material, das komprimiert und durch das Bindemittel zusammengehalten wird) mit der gewünschten Form.
CIM-Prozessentbinderung
- Anschließend wird das Grünteil einem Entbinderungsprozess unterzogen, bei dem das Bindemittel entfernt wird.
- Dies kann durch thermische Verdampfung (Erhitzen des Teils) oder Lösungsmittelwäsche (Verwendung eines Lösungsmittels zum Auflösen des Bindemittels) erfolgen.
- Zurück bleibt ein poröser, „brauner“ Teil.
CIM-Prozesssintern
- Der braune Teil wird in einem Ofen auf eine hohe Temperatur erhitzt, ein Vorgang, der Sintern genannt wird.
- Beim Sintern verschmelzen die Keramikpartikel miteinander und bilden ein dichtes, festes Keramikbauteil.
Fertigstellung (optional)
Je nach Anwendung kann das fertige Keramikteil zusätzlichen Endbearbeitungsprozessen wie Polieren, Schleifen oder Laserschneiden unterzogen werden.
Mit über 20 Jahren Erfahrung hat sich CIM als zuverlässige Fertigungsmethode erwiesen, wenn Sie Komponenten in großen Stückzahlen aus hochwertigem Material benötigen, das physikalischen, thermischen, elektrischen und chemischen Belastungen standhält. Es ist eine effektive Methode zur Herstellung komplexer Präzisionsteile mit hoher Wiederholgenauigkeit und Reproduzierbarkeit.